Dr. Dominik Spitzer

Spitzer kritisiert bayerische Anerkennungspolitik der Bayerischen Staatsregierung für Pflegefachkräfte

FDP-Abgeordneter fordert zentrale Anlaufstelle und Entbürokratisierung

Kempten/München

Als zu bürokratisch kritisiert der Abgeordnete und pflegepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer die Anerkennungspolitik für Pflegeberufe der Bayerischen Staatsregierung. „Alleine, dass die Anerkennungen für Berufe auf die verschiedenen Bezirke verteilt ist, stellt einen untragbaren Zustand dar. Auch fehlt es an bundeseinheitlichen Standards.“ Der FDP-Politiker fordert die Bayerische Staatsregierung dazu auf, den Blick nach Baden-Württemberg zu richten. Dort gibt es eine zentrale Anerkennungsstelle. „Eine Zentralisierung der Behörden für Berufsanerkennung wäre ein erster Schritt in Richtung Effizienz“, so Spitzer.
Zum Sachverhalt, dass die internationale Pflegeschule in Kempten frühestens im nächsten Jahr mit dem Betrieb beginnen kann, äußert sich Spitzer kritisch: „Wenn wir wollen, dass auch im Jahr 2030 genügend Pflegekräfte in Bayern arbeiten, um den Bedarf zu stillen, müssen wir unsere Anstrengungen erhöhen. Ein Baustein hierfür wäre ein echtes Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild, wie es die FDP-Bundestagsfraktion bereits eingebracht hat. Bayern sollte seine Vorbehalte gegenüber qualifizierter und qualifizierender Zuwanderung abbauen und für eine Beschleunigung der Visa- und Anerkennungsverfahren sorgen. Diesen politischen Willen kann ich aber nicht erkennen.“
Die internationale Pflegeschule in Kempten hätte zum Herbst 2018 anlaufen sollen. 15 Vietnamesen standen bereits in den Startlöchern, um eine Ausbildung in der Pflege antreten zu können. Aufgrund bürokratischer Hürden verzögert sich das Vorhaben nun allerdings auf unbestimmte Zeit.