Dr. Dominik Spitzer

Schulgeld für Gesundheitsberufe muss fallen

FDP kritisiert wohlmöglichen Rückzieher der Staatsregierung bei der Schulgeldbefreiung für Heilmittelerbringer
Schulgeld abschaffen!

Kempten/München (mk). Als Skandal bezeichnet der gesundheits- und pflegepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer den offensichtlichen Rückzieher der Staatsregierung bei der Befreiung vom Schulgeld in Heilberufen. Dieses Versprechen hatte Ministerpräsident Söder noch im September 2018 nach einer Kabinettssitzung den Wählerinnen und Wählern gegeben. Sogar in den Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freien Wählern hat dieses Einzug gehalten. „Falls das Schulgeld doch nicht abgeschafft wird, wäre dies nicht nur schlecht für die Versorgung in unserem Land, sondern auch ein Missbrauch des Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger sondergleichen“, so Dominik Spitzer. 

 „Die Finanzierung der Ausbildung in Heilberufen wie Physio- oder Ergotherapie durch die Schülerinnen und Schüler muss endlich der Vergangenheit angehören. Es kann nicht sein, dass ausgebildete Ergo- und Physiotherapeutinnen und -therapeuten für die Ausbildung einen fünfstelligen Betrag zahlen müssen, während ein Studium kostenfrei ist. Das ist schlichtweg ungerecht. Auch wird der Fachkräftemangel hierdurch extrem verschärft“, so Dr. Iris Warnken, Schulleiterin der Berufsfachschulen für Ergo-und Physiotherapie in Kempten.

Bisher sind sich das Kultusministerium und die Schulträger nicht über die Höhe der Kompensationszahlung einig geworden. „Das Ministerium sollte sich bei der Höhe der Zahlung des „Gesundheitsbonus“ an den staatlichen Berufsfachschulen orientieren. Dann würden gleiche Rahmenbedingungen herrschen und private und öffentliche Anbieter könnten mit gleich langen Spießen kämpfen.“, so Spitzer.

Pressemitteilung des DEB zur Schulgeldfreiheit